Neben Familie und Beruf zum Abschluss Wirtschaftsfachwirtin IHK

Kunstgeschichte war für Angela Beike ein Neigungsstudium. Zur Finanzierung desselben arbeitete sie als Sekretariatsvertretung bei der DATech e.V. Diese nahm in Deutschland für den gesetzlich nicht geregelten Bereich die Akkreditierung von Zertifizierungsstellen, Inspektionsstellen und Prüflaboratorien der Elektrotechnik, des Maschinenbaus sowie verwandter Bereiche vor. Der Schwerpunkt ihrer Arbeit umfasste den nationalen und internationalen Schriftverkehr mit Kunden und Gremien, die Rechungsverwaltung und die Vorgangsaufbereitung. Selbst während ihrer Promotion arbeitete sie in einem immer größer und verantwortungsvoller werdenden Zuständigkeitsbereich bei der inzwischen umfirmierten DATech GmbH. Dort war Angela Beike zuständig für die Freigabe der Begutachtungsberichte im Bereich Qualitätsmanagement und erstellte die jeweiligen Akkreditierungsurkunden in Zusammenarbeit mit den Begutachtern und den Kunden.
Die DATech GmbH und andere Einrichtungen wurden im Auftrag des Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zur Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) übergeleitet. Diese führt nun Akkreditierungen für die Bereiche Laboratorien, Zertifizierungen und Herstellungsprozesse durch. Das Aufgabengebiet von Angelika Beike erweiterte sich unablässig.
Inzwischen verheiratet und Mutter geworden fehlte ihr immer noch eine kaufmännischen Ausbildung, was einen Arbeitgeberwechsel wie auch einen innerbetrieblichen Aufstieg unmöglich erscheinen ließ. Daher entschied sie sich für eine Weiterbildung zur Wirtschaftsfachwirtin IHK im Rahmen eines Fernlehrgangs an der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH in Hanau. Ihre Entscheidung hierzu wurde bestimmt durch die flexible Einteilung des Lernstoffs zu Hause, was eine Bearbeitung desselben neben ihrer Berufstätigkeit und der Betreuung ihrer Tochter ermöglichte.
„In Kombination mit dem Präsenzunterricht und dem persönlichen Kontakt zu den qualifizierten Dozenten, die den Stoff höchst an-schaulich und verständlich aufbereiteten und jedwede Rückfragen, die bei der eigenständigen Bearbeitung der Unterrichtsmaterialien aufkamen, beantworten konnten, erwies sich der Fernlehrgang als ideale Form der Weiterbildung für mich,“ betont Angela Beike.
Während des Fernstudiums wurde ihre zweite Tochter geboren. Nun kamen für Angela Beike die Vorteile des Fernlernens vollends zum Tragen. „Das selbstbestimmbare Lerntempo, wie auch das verständliche Unterrichtsmaterial, das ich leicht selbstständig erarbeiten konnte, ermöglichten mir die Weiterführung meiner Weiterbildung mit Säugling und Kleinkind“, beschreibt sie ihre Lernsituation.
Nachdem Angela Beike ihre Prüfungen im Dezember 2010 mit Bravour bestanden hat, sieht sie sich auf einem guten Fundament, um die neuen Anforderung ihres immer größer werdenden Unternehmens mit den geeigneten Grundlagen meistern zu können. „Auch ein beruflicher Aufstieg ist jetzt durch diesen berufsrelevanten Abschluss für mich möglich,“ freut sich die Sechsunddreißigjährige.
